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Zerstörungswut in Schülertoiletten

Moin zusammen,
wir hatten ja immer das Problem mit zerstörten Profilzylindern (aufbohren, abbrechen usw.). Ich hab mir deshalb mal die Transponder-Lösungen angeschaut.
Wenn man es einfach und halbwegs günstig halten will, braucht man kein High-End – aber eine Grund-Software sollte man schon haben, allein schon um bei Vandalismus oder Vorfällen nachsehen zu können, welcher Chip benutzt wurde.

Empfehlung (preiswert & bewährt):
SALTO XS4 (ältere Version)
oder Uhlmann & Zacher (Clex Basic)

Beides läuft stabil und ist im Schulbetrieb absolut ausreichend.

Kosten grob gerechnet:
Beschlag pro Tür: ca. 600 – 900 €
Transponder: 3 – 10 € pro Stück
Software: ca. 200 – 800 € (einmalig, einfache Lösung reicht)

Unterm Strich:
ca. 800 – 1.100 € pro Tür

Wichtig aus der Praxis:
ohne Software hast du keine Nachvollziehbarkeit
bei Vandalismus willst du wissen: Wer war wann dran
verlorene Chips kannst du nur sinnvoll sperren, wenn du vernünftig verwaltest


Vorteile:
kein Aufbohren mehr
kein Zylindertausch
Chips schnell sperren

Nachteile:
Batterien
einfache Chips sind kopierbar (für Schule meistens ok, weil Hauptproblem Vandalismus ist, nicht Hacken)


Fazit:
Ein einfaches System + kleine Softwarelösung reicht völlig.
Teure Komplettsysteme braucht man im Schulbetrieb meiner Meinung nach nicht.

Wenn jemand sowas schon laufen hat, gerne mal berichten wie es sich im Alltag schlägt ich bin gespannt!
Das Problem...das sind Systeme mit einem Drehknauf...wenn also mit Vandalismus gerechnet werden muss, ist ein Triit gegen den Knauf genügend um ihn zu "töten". Für die gängigen Türen gibt es elektronische Schlösser oder Beschläge, dann kann man bei Ausfall auch noch mechanisch öffnen.
 
Ja genau nur so ein Beschlag kann mehr sicherheit bringen die Zylinde sind auch teuer und sehr schnell zerstört!
 
Elternabend, Container-Schule und die ewige Geschichte der WC-Anlagen...
Heute durfte ich am Elternabend des Sohnes meiner Freundin teilnehmen (10. Klasse). Die Schüler sind aktuell in Schulcontainern untergebracht. Wer jetzt denkt, dass damit alle Probleme gelöst sind: Willkommen in der Realität.

Natürlich kam auch hier wieder das Lieblingsthema aller Hausmeister, Schulleitungen und Reinigungskräfte auf den Tisch: die Schüler-WC-Anlagen.

Ich habe ein paar Bilder gesehen und sagen wir es mal diplomatisch: Die Sanitäranlagen haben schon bessere Tage erlebt. Der Container ist wohl angemietet und die WC-Anlagen befinden sich in einem Zustand, den Immobilienmakler vermutlich als "stark charakterbildend" beschreiben würden.

Die bekannten Vandalismusschäden sind laut Aussage bereits mehrfach bei der Vermieterfirma gemeldet worden. Das Problem scheint nur zu sein: Wenn jemand kommt, dann gefühlt nur zu Goldgräberpreisen und ausschließlich dann, wenn es in den eigenen Terminplan passt. Wir kennen das Spiel vermutlich alle.

Mich persönlich schocken kaputte Toiletten, Schmierereien oder beschädigte Trennwände mittlerweile nicht mehr wirklich. Wer lange genug an Schulen arbeitet, entwickelt bekanntlich eine gewisse Schmerzfreiheit. Allerdings gibt es irgendwann einen Punkt, an dem aus "unschön" schlicht ein hygienisches Problem wird.

Besonders auffällig war der Boden. Selbst nach der Unterhaltsreinigung waren deutliche Urinspuren und vor allem der entsprechende Geruch wahrnehmbar. Man hatte den Eindruck, dass der Urin inzwischen mehr Mietrecht besitzt als die Nutzer der Anlage.

Die Überlegung vor Ort war, künftig elektronische Schließsysteme mit Protokollierung einzusetzen. Da sich jeweils nur zwei Jahrgänge eine WC-Anlage teilen, wäre der Nutzerkreis überschaubar. Im Schadensfall könnte man zumindest nachvollziehen, wer zuletzt Zugang hatte. Ob das alle Probleme löst, sei dahingestellt, aber vielleicht sinkt der Kreativitätsgrad bei zukünftigen „Umbauarbeiten“ auf den Toiletten.
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Mein erster Ansatz wäre:

  • Grundreinigung der gesamten Anlage
  • Einsatz von Enzymreinigern gegen Urin- und Geruchsbelastungen
  • Entfernung der Schmierereien
  • Anschließende Geruchsneutralisation
Die Schmierereien bekomme ich persönlich noch am ehesten in den Griff. Schwieriger finde ich die Frage der eigentlichen Instandsetzung. Bei einem Mietobjekt dürfte vieles in den Zuständigkeitsbereich des Vermieters fallen. Gleichzeitig möchte man die Anlage ja kurzfristig wieder in einen akzeptablen Zustand versetzen.

Daher meine Frage in die Runde:

Habt ihr Erfahrungen mit Enzymreinigern gegen Urin- und Geruchsbelastungen in Schul-WC-Anlagen gemacht? Funktioniert das dauerhaft oder ist das nur teurer Parfümersatz?

Und zweite Frage:

Wo setzt ihr bei angemieteten Containeranlagen den Hebel an? Reinigung und kleinere Schönheitsreparaturen sind die eine Sache. Aber wie sieht es bei beschädigten Sanitäranlagen, Wandverkleidungen oder Böden aus? Habt ihr Erfahrungen mit Vermietern solcher Containeranlagen gemacht? Wer war bei euch für die Instandsetzung verantwortlich?

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.

Viele Grüße

Ein Hausmeister, der nach mittlerweile unzähligen Schul-WCs fest davon überzeugt ist, dass manche Schüler jeden Escape-Room-Hersteller finanziell ruinieren würden... 😅
 
Anschließend an unser letztes Thema zum Vandalismus an Schultoiletten möchte ich mal einen Aufruf starten.

Lasst uns die Schwerpunkte aufdröseln und gemeinsam nach Lösungen suchen, wie wir die WCs dauerhaft instand setzen können.

Mein Lösungsansatz wäre: Bei Graffiti greife ich persönlich zu gelartiger Lackbeize, da diese mühelose Ergebnisse liefert. Natürlich ist dabei PSA erforderlich und alle Rückstände müssen danach gründlich entfernt werden.

Je schneller Graffiti entfernt wird, desto weniger Spaß haben die Kiddies daran. Und mal ehrlich, jeder Schüler möchte doch ein vernünftiges Klo.

Welcher Klodeckel ist aus eurer Sicht der stabilste?
Wer kennt die beste und günstigste elektronische Schließlösung mit Transpondern?
Welcher Reiniger hat euch bei Urinproblemen geholfen, und wer von euch nutzt bereits Videoüberwachung in den Fluren, um Vandalismus aufzudecken?


Oft gibt es Berichte von komplett erneuerten WCs mit Reinigungspersonal.
Ich wünsche mir einen persönlichen Austausch, um das Thema transparent zu halten. Als Moderator kann ich so Rückmeldung an die Community geben. Lasst uns das gemeinsam anpacken.
 
Ja das stimmt schon hier zählen auch Euere Erfahrungswerte!
Eben...das kommt auf den Einsatz an...welche Türen, welche Programmierung, welche Umgebung...ich bin ja kein HSM, aber ich kenne Schulen mit 1000 und mit 150 Schülern. Von "Sonderschule" bis Gymnasium...eben deswegen ist es ja wichtig auch diese Dinge zu wissen, bevor man überlegt welches System (für den Fall) das Beste ist. Wenn ich eine Schule mit 50 Toiletten habe und dort ein Medium manuell überall löschen oder programmieren möchte, macht es wohl weniger Sinn.
 
Ich möchte als Moderator noch einmal etwas ausführlicher erklären, warum ich dieses Thema überhaupt aufgemacht habe und was ich damit erreichen möchte.

Natürlich ist mir bewusst, dass es nicht „das beste elektronische Schließsystem“ für jede Schule geben kann. Eine Schule mit 150 Schülern hat völlig andere Anforderungen als ein Schulzentrum mit 1.000 oder 1.500 Schülern. Eine Förderschule kann andere Anforderungen haben als ein Gymnasium, eine Grundschule wieder andere als eine Berufsschule.

Genauso macht es natürlich einen gewaltigen Unterschied, ob ich fünf Außentüren, 50 Klassenräume, Sporthallen, Lehrerbereiche oder vielleicht 50 Toilettentüren in ein System einbinden möchte.

Genau deshalb habe ich die Frage gestellt.

Mich interessiert nicht nur, welcher Hersteller auf seinem Hochglanzprospekt behauptet, dass sein System das achte Weltwunder der Schließtechnik ist. 😉

Mich interessiert vielmehr:

Was funktioniert im echten Schulalltag – und unter welchen Bedingungen?

Wie groß ist eure Schule und wie viele Türen sind eingebunden?

Welche Türen habt ihr elektronisch ausgestattet – Außentüren, Klassenräume, Verwaltungsbereiche, Sporthallen, Toiletten usw.?

Werden die Berechtigungen zentral verwaltet oder muss der Hausmeister tatsächlich mit einem Programmiergerät von Tür zu Tür laufen?

Was passiert bei einem verlorenen Transponder?

Kann ich den zentral sperren oder beginnt anschließend die große Schultournee:

„Heute im Angebot: 87 Türen, drei Etagen, zwei Turnhallen und 14.000 Schritte – präsentiert von Ihrem elektronischen Schließsystem.“ 😂

Wie zuverlässig funktionieren die Systeme im täglichen Betrieb?

Wie sieht es mit Batterien, Wartung, Ersatzteilen und Folgekosten aus?

Wie aufwendig ist die Verwaltung bei mehreren hundert oder sogar über 1.000 Schülern und Beschäftigten?

Und eine Frage finde ich bei solchen Erfahrungsberichten besonders wichtig:

Würdet ihr euch heute noch einmal für genau dieses System entscheiden?


Ich habe bei dem Thema aber noch einen ganz konkreten Anwendungsfall im Hinterkopf: unsere Schüler-WCs.

Denn ich überlege tatsächlich, ob ein elektronisches Schließsystem ein Baustein sein könnte, um den teilweise massiven Vandalismus auf Schüler-WCs zumindest besser in den Griff zu bekommen.

Meine Vorstellung wäre im Idealfall:

Jeder Schüler bekommt einen persönlichen Transponder bzw. ein eindeutig zugeordnetes Zugangsmedium.

Damit erhält er Zugang zu den entsprechenden WC-Anlagen.

Und bevor jetzt jemand glaubt, ich möchte aus der Schule eine Außenstelle der JVA machen:

Nein. 😄

Es geht mir auch ausdrücklich nicht darum, hinterher zu sagen:

„Kevin war um 10:32 Uhr auf Toilette. Um 10:34 Uhr war der Seifenspender kaputt. Fall gelöst – Handschellen raus.“ 😎

Ein Zugangsprotokoll ist natürlich kein Beweis dafür, wer einen Schaden verursacht hat.

Aber nehmen wir einmal ein einfaches Beispiel:

Die WC-Anlage wird um 10:00 Uhr kontrolliert. Alles ist sauber und unbeschädigt.

Um 10:30 Uhr wird festgestellt, dass eine Tür eingetreten, ein Seifenspender abgerissen oder eine Toilette mutwillig beschädigt wurde.

Wenn ich dann feststellen kann, dass in diesem Zeitraum beispielsweise zehn Schüler Zugang hatten, habe ich zumindest einen überschaubaren Personenkreis.

Das erscheint mir jedenfalls etwas erfolgversprechender als die bisher international bewährte kriminaltechnische Methode:

„Wer war das?“

„Keine Ahnung.“

„Hat jemand etwas gesehen?“

„Nö.“

„War das vorher schon kaputt?“

„Ja, bestimmt.“

Ermittlungen eingestellt. Täter vermutlich unbekannt verzogen. 😂


Für mich wäre allerdings ganz wichtig:

Technik alleine wird dieses Problem nicht lösen.

Ein elektronisches Schließsystem müsste Bestandteil eines klaren organisatorischen Konzeptes sein.

Dazu könnten beispielsweise Regeln gehören, wie viele Schüler gleichzeitig eine WC-Anlage betreten dürfen.

Dazu gehören regelmäßige und dokumentierte Kontrollen.

Und dazu gehört für mich vor allem eine ganz einfache Meldepflicht:

Ich betrete eine WC-Anlage und stelle einen Schaden oder eine massive Verschmutzung fest? Dann melde ich das.


Das muss möglichst unkompliziert funktionieren.

Damit schützt sich letztendlich auch der Schüler selbst.

Denn wenn jemand einen bereits vorhandenen Schaden sofort meldet, muss er anschließend auch nicht erklären, warum ausgerechnet nach seinem Toilettenbesuch die Kabine aussieht, als hätte dort das

„Abrissunternehmen Klasse 8b – Abteilung Forschung und Entwicklung“

seine praktische Abschlussprüfung abgelegt. 😂


Und bei der ganzen Diskussion sollten wir meiner Meinung nach einen entscheidenden Punkt nicht vergessen:

Jeder Schüler sollte das Recht haben, eine saubere, funktionierende und vernünftige WC-Anlage benutzen zu können.

Das ist für mich eigentlich der wichtigste Punkt an der ganzen Sache.

Die überwiegende Mehrheit unserer Schüler zerstört keine Toiletten.

Diese Schüler gehen dort hin, weil sie – Überraschung – auf Toilette müssen.

Und trotzdem müssen genau diese Schüler die Konsequenzen tragen, wenn einige wenige meinen, ein Seifenspender sei ein Sportgerät, eine WC-Tür ein geeigneter Sparringspartner und eine Toilettenkabine ein hervorragend ausgestattetes Prüflabor für Materialzerstörung.

Dann werden Toiletten gesperrt, Einrichtungen zurückgebaut oder bestimmte Dinge gar nicht mehr ersetzt.

Und am Ende leiden darunter genau diejenigen Schüler, die überhaupt nichts damit zu tun haben.

Das kann für mich auf Dauer auch keine Lösung sein.


Deshalb suche ich nicht einfach nur nach einem elektronischen Schloss.

Ich suche nach einem Gesamtkonzept, bei dem Technik einen Teil der Lösung darstellen könnte:

Elektronischer Zugang + persönliche Transponder + klare Regeln + begrenzte Personenzahl + regelmäßige Kontrollen + einfache Meldepflicht + nachvollziehbare Verantwortlichkeiten.

Und ausdrücklich:

Keine Kameras auf Toiletten. Keine Totalüberwachung. Kein „Big Brother auf dem Schulklo“.

Es geht darum, eine vernünftige Balance zu finden.

Deshalb interessieren mich eure praktischen Erfahrungen umso mehr.

Welche Systeme setzt ihr ein?

Bei welcher Schulgröße?

Wie viele Türen?

Online oder offline?

Wie funktioniert die Programmierung?

Was passiert bei Verlust eines Transponders?

Kann ich Berechtigungen zentral vergeben und entziehen?

Kann ein Transponder beispielsweise automatisch nach bestimmten Zeiten seine Berechtigung verlieren oder aktualisieren?

Welche Möglichkeiten zur Protokollierung gibt es?

Wie groß ist der Verwaltungsaufwand?

Wie häufig müssen Batterien gewechselt werden?

Wie hoch sind Wartungs- und Folgekosten?

Und gibt es vielleicht sogar Schulen, die bereits elektronische Zutrittslösungen speziell für Schüler-WCs einsetzen?

Wenn ja, würde mich besonders interessieren:

Hat es tatsächlich etwas gebracht?

Denn genau darum geht es mir bei diesem Thema.

Nicht darum, herauszufinden, welches elektronische Schließsystem theoretisch das „beste“ ist.

Sondern darum, welches System für welchen Einsatzzweck im echten Schulalltag funktioniert.

Und wenn wir mit einem vernünftigen Konzept irgendwann erreichen, dass 500, 800 oder 1.000 vernünftige Schüler wieder selbstverständlich eine saubere und funktionierende Toilette benutzen können, weil fünf andere nicht mehr völlig unbeobachtet ausprobieren können, wie viele Newton eine WC-Tür eigentlich aushält …

… dann wäre meiner Meinung nach schon verdammt viel gewonnen. 😉
 
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