Hallo zusammen,
da ich als selbstständiger auch Prüfungen anbiete, bin ich verwundert, wie schnell Ihr es schafft Betriebsmittel zu prüfen. Wenn ich lese, dass für 600 Geräte 3-4 Tage benötigt werden, dann frage ich mich wie das möglich ist. Ich benötige für die Prüfung eines Betriebsmittels im Durchschnitt 10 Minuten unabhängig, mit welchem Gerät ich prüfe. Ich muss das Betriebsmittel abmachen, eine Sichtprüfung durchgeführt, anschließend bei SK1 Geräten wird der Schutzleiterwiderstandes gemessen dabei die Leitung bewegen, anschließen Differenzstrommessung. Wenn man gute Geräteprüfer hat, dann entfällt die Umpolung des Schuko Steckers. Als Nächstes kommt der Prüfaufkleber an das Gerät und die Daten werden abgespeichert. Als letzter Schritt der Prüfung wird das Prüfprotokoll erstellt es werden die Vorjahresmesswerte mit den aktuellen verglichen. Weichen die werden stark voneinander ab, so ist das ein Indiz auf ein defekt im Betriebsmittel.
Prüft Ihr im Prüfteam, so müssen die Prüfprotokolle durch eine befähigte Person anschließend noch kontrolliert und unterschrieben werden. Ich persönlich würde nicht unterschreiben, da ich dann die Verantwortung für die Prüfung trage, wie soll ich z. B. den Schutzleiterwiderstand bewerten, wenn ich nicht weiß wie lang und welchen Querschnitt die Zuleitung besitzt.
Es sollten eigentlich nur befähigte Personen prüfen siehe dazu TRBS1203, hier sind die Anforderungen an den Prüfer aufgelistet. Die BGA-A3 mittlerweile DGUV-Vorschrift 3 ist niedriger angeordnet als die Betriebssicherheitsverordnung und in dieser wird auf die TRBS verwiesen.