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Gebäudeleittechnik App für "Kontrollgänge" und Überprüfungen?

Maikmusik

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Hallo Gemeinde,

die Zeit und der Fortschritt machen auch in der Gebäudetechnik nicht halt – und wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Vieles ist bereits digitalisiert bzw. lässt sich digitalisieren.

Ich halte schon seit einiger Zeit Augen und Ohren offen nach einer App, die möglichst kostengünstig ist und sich von mir selbst anpassen lässt.

Die Idee ist folgende:

Für z. B. Türen, Lüfter oder Räume werden Barcodes erstellt. Diese können gescannt werden, um alle zugehörigen Daten in einer App abzurufen und direkt Eintragungen vorzunehmen. Diese werden anschließend mit einer Datenbank synchronisiert, die auch am Desktop-PC bearbeitet werden kann.

So könnte man z. B. Wartungspläne und tägliche Rundgänge deutlich erleichtern und die gesamte Zettelwirtschaft vermeiden.

Natürlich muss man im Vorfeld die Arbeit investieren und eine entsprechende „Datenbank“ mit den gewünschten Inhalten aufbauen.

Erste Versuche habe ich bereits mit CheckWerk, AppSheet (Google-Drive, One-Drive) und Scan-IT to Office (Excel) gemacht.

Leider bin ich im Bereich Datenbanken nicht so fit und stecke aktuell beim Einstieg bereits etwas fest.

Nutzt ihr denn bereits Apps für eure Arbeit? Hat jemand eine Idee, oder Empfehlungen?

Lieben Dank und sonnige Grüße

Maik
 
Hallo Maik,

ich habe mich mit genau dem Thema auch schon intensiver beschäftigt und einige Tools ausprobiert.

Für mich persönlich ist aktuell Snap One die beste Lösung.
Der große Vorteil ist wirklich die Geschwindigkeit und Flexibilität: Man kann dort blitzschnell eigene Formulare, Checklisten oder Datenstrukturen anlegen und jederzeit anpassen, ohne tief in die Datenbank-Thematik einsteigen zu müssen. Änderungen sind sofort live und lassen sich unkompliziert erweitern.

Was ich besonders praktisch finde:

  • Sehr schnelle Einrichtung und Anpassung
  • Einfache Bedienung – auch für Kollegen ohne IT-Hintergrund
  • Teilen mit mehreren Nutzern problemlos möglich
  • Viele Vorlagen und Bausteine sind bereits vorhanden
  • Das System ist skalierbar – nicht nur für kleine Anwendungen geeignet
  • Wird auch von größeren Firmen produktiv eingesetzt, also keine Bastellösung
Gerade für deinen Ansatz mit Barcodes/QR-Codes und Wartungsdokumentation lässt sich das sauber abbilden (z. B. Objekt → Scan → direkt Datensatz öffnen → Eintrag machen).



Alternative: Microsoft Forms

Falls du ohnehin im Microsoft-Umfeld unterwegs bist, ist Microsoft Forms eine einfache Ergänzung:

  • Webbasierte Lösung zum Erstellen von Formularen, Checklisten und Abfragen
  • Ergebnisse werden automatisch gespeichert und ausgewertet
  • Lässt sich gut mit Excel, SharePoint oder Power Automate verbinden
  • Sehr leicht zu bedienen, aber:
    • weniger flexibel bei komplexeren Datenstrukturen
    • eher für einfache Erfassungen als für echte „Objekt-Datenbanken“

Mein Fazit:
Wenn du wirklich in Richtung digitale Wartung, Objektverwaltung und Barcode-gestützte Prozesse gehen willst, bist du mit Snap One deutlich näher an deinem Ziel. Microsoft Forms ist eher die „leichte“ Variante für einfache Erfassungen.

Vielleicht hilft dir das als Orientierung – dein Ansatz ist auf jeden Fall absolut sinnvoll, und wenn man es einmal sauber aufgebaut hat, will man die Zettelwirtschaft nie wieder zurück 😊

Viele Grüße
Jörg
 
Wow, das ging ja Fix und sehr ausführlich. Lieben Dank dafür Jörg.
Ich werde das mal in Ruhe checken und austesten. Wenn das Tool auch Fotos als "Beweissicherung" zulässt, ist das perfekt.

Da ich sowas alles von mir aus mache und unser Kinderhospiz für Tools und Apps keine Gelder freigeben kann, bezahle ich auch dementsprechend vieles aus eigener Tasche.
Letztendlich mache ich das alles, um MIR die Arbeit zu erleichtern und meinem Nachfolger auch einiges klar und transparent zu hinterlassen, wenn ich in knapp 10 Jahren in Rente gehe ;-)

sonnige Grüße

Maik
 
Hallo Maik,

wow – das ist wirklich beeindruckend, was du da leistest! Die Arbeit in einem Kinderhospiz ist ohnehin schon unglaublich anspruchsvoll, und dass du dich zusätzlich noch so engagierst und eigene Lösungen entwickelst, verdient großen Respekt. Hut ab!

Zu deiner Frage: Ja, Snap One kann das alles – inklusive Fotodokumentation zur Beweissicherung. Das passt also perfekt zu deinem Anwendungsfall.

Ich würde dir empfehlen, den Anbieter einfach direkt anzuschreiben und deine Situation zu schildern. Gerade bei Einrichtungen wie einem Kinderhospiz sind manche Anbieter durchaus entgegenkommend – ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg bei deinem wichtigen Engagement
Jörg
 
Lieben Dank Jörg. Mein Engagement geht über meine 30h Wochenarbeitszeit hinaus, weil ich einfach gerne hier bin. Auch wenn Geld wichtig ist, geht irgendwann Wertschätzung und Zufriedenheit einfach vor allem.
Wenn ich so lese, was in den Schulen so abgeht, bin ich echt froh, mich nie als Schulhausmeister beworben zu haben. Mein Respekt geht zurück an Dich und alle Kollegen.
 
Kurzes update:
Ich nutze jetzt SmapOne und find es wunderbar! Danke für den Tipp.
Anfangs ist es schwierig reinzufinden, aber die Jungs da sind mega behilflich beim Start und die KI unterstützt auch.
Wenn man erstmal Blut geleckt hat, will man nicht mehr aufhören zu "Bauen". Letztens saß ich von 17 Uhr bis Mitternacht zu Hause und habe Smaps erstellt ;-)
Einfach eine super Geschichte.

Sonnige Grüße

Maik
 
Hallo Maik,

genau das ist auch mein Eindruck. 😊

SmapOne macht einfach Spaß, weil man die Anwendungen genau so aufbauen kann, wie man sie für den eigenen Anwendungsfall braucht. Wenn man erst einmal die ersten Smaps erstellt hat, kommen einem plötzlich ständig neue Ideen, was man noch digitalisieren oder vereinfachen könnte.

Deine „17 Uhr bis Mitternacht“-Session kann ich daher absolut nachvollziehen. 😄

Und das Beste: Mit etwas Übung geht die Erstellung bald deutlich schneller und sicherer von der Hand. Viele Dinge, über die man am Anfang noch nachdenken muss, werden mit der Zeit zur Routine.

Schön, dass Du so viel Spaß daran hast!

Vielleicht entsteht ja hier sogar ein kleiner SmapOne-Austausch, bei dem wir uns gegenseitig Ideen, Tipps und Best Practices für neue Smaps vorstellen können. Da bin ich auf jeden Fall dabei. 😊

Weiterhin viel Spaß beim Bauen und sonnige Grüße

Jörg
 
17 Uhr bis Mitternacht....
Überstunden ohne Ende. Hoffe du bekommst die Vergütung dafür oder zumindest abbummeln.
 
Tja... das sind so Sachen... wenn man mit Herzblut bei der Arbeit ist, kennt man irgendwie keine Grenzen.
Wie will man denn auf Arbeit erklären, was man macht und wofür? Ich habe dazu niemanden befragt und wie ich oben geschrieben habe, bezahle ich das auch selbst.
Erst, wenn alles perfekt und ausgereift ist, werde ich meine Hausleitung darüber informieren. Dann muss das noch durch das QM rutschen und alles ist perfekt. Dann hat sich der Einsatz gelohnt.
Wenn DAS dann auch noch im ganzen Verband nutzbar wäre, ist das ein Mega Schritt nach vorne und alle Hausmeister könnten davon profitieren. Keine Zettelwirtschaft mehr, alle Prüfergebnisse zentral an eine oder mehrere Mailadressen und digital abgelegt. Perfekt.

Unser Kinderhospiz heißt "Berliner Herz" und ich bin da nicht der Hausmeister, sondern der "Herzmeister". Ich habe mit sogar Shirts machen lassen (selbst bezahlt), wo "Herzmeister" drauf steht. Die Leute rufen von weitem schon "Hallo Herzmeister".

Ich mache meinen Job gerne. Sehr gerne. Die Überstunden sammle ich wann anders und Bummle sie auch ab. Ich hab ja leider nur 6 Stunden am Tag.

Sorry, für diese Ausführlichkeit ;-)
 
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