So dann wollen wir auch noch für den Phil mal ein bisschen genauer werden...
Stell dir folgende Situation vor:
Du drehst eine normale 60-Watt-Glühlampe raus, der Glaskolben bricht ab, du bekommst eine gelangt, fällst von der Leiter.
Folge:
24 Stunden intensivmedizinische Überwachung nach Stromunfall und chirurgische Versorgung für eventuelle Knochenbrüche, da freust nicht nur du dich, sondern auch dein Arbeitgeber und der Unfallversicherer.
Was war vorher passiert...
Lehrer Huber meldet ein defektes Leuchtmittel, Hausmeister Phil geht hin, baut seine Leiter auf, klettert hoch, dreht das alte Leuchtmittel raus, was dann passiert ist ja vorher schon beschrieben...
Warum?
Hausmeister Phil hat sich drauf verlassen, das Spannungsfrei ist, ihm kann ja nichts passieren.
Die Spannungsfreiheit konnte er nach den 5 Sicherheitsregeln gar nicht zweifelsfrei feststellen.
Die Spannungsfreiheit kann man nur mit 2poligen Spannungstestern (z.B. Duspol, oder Multimeter) feststellen.
Wenn beides zur Hand wäre, dürfte Hausmeister Phil damit gar nicht arbeiten, weil er dafür das Gerät (Die Leuchte) öffnen müsste, zumindest aber den Baldachin an der Decke runter ziehen.
Mess- Prüf- und Regelarbeiten sind aber den EFKs (teilweise den EFFTs) vorbehalten.
Somit konnte Hausmeister Phil gar nicht feststellen, ob er frei von Gefahren arbeiten kann.
Das Argument "zuhause mache ich das auch" kann kein Argument sein, weil zum einen der Verband der Elektrotechniker, der Verband der Sachversicherer und auch die Unfallkassen da etwas anderes für den gewerblichen Bereich vorsehen.
Somit hat Hausmeister Phil dann gegen eine vielzahl von Regelwerken verstoßen, kann über Abmahnungen im Wiederholungsfall seine Anstellung verlieren, und bleibt dann evtl. auf den Kosten der medizinischen Versorgung sitzen.
Von eventuellen weiteren Arbeitsrechtlichen Ansprüchen mal abgesehen.
Da kann man jetzt drüber nachdenken, muß man aber nicht...