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Internet Streaming ab sofort keine Grauzone mehr?

gustav

Hausmeister
In seiner Entscheidung zum Thema Streaming gab es ein Urteil.

Der niederländische Urheberrechtsverband Brein hatte gegen einen Verkäufer geklagt der einen Mediaplayer namens "Filmspeler" verkauft hatte, mit dem auch Bezahlinhalte kostenlos gestreamt werden können. In seinem Urteil gewährt der EuGH für diesen Fall keine Ausnahme von der Urheberrechtsrichtlinie (2001/29) der EU. Der Verkauf solcher Geräte ist damit offiziell illegal, die niederländischen Gerichte dürften bald ein entsprechendes Urteil hinsichtlich dieses Players fällen.

Dieses Urteil wird vermutlich auch in Deutschland bestand haben. Ich könnte mir vorstellen das eventuell
Kodi, FireTV und andere Streamer mit einer besonderen Funktion versehen werden die dieses besondere Streamen erschweren werden.

Wie immer man dieses auch schaffen will.

Wenn ich das Urteil richtig gelesen habe, geht es hier um den Verkauf, nicht um geschenkte Player.


Quelle: EuGH erschwert illegales Streamen von Filmen und Serien
 
Es bleibt zu befürchten,
dass sich diverse Abmahnkanzleien der Sache annehmen.

Aber ich frage mich wie man rechtssicher an die Verbindungsdaten des Endnutzers kommen will,
wenn die beteiligten Server im Ausland stehen.
Zumal die "Anbieter" eher nicht geneigt sind "Kundendaten" rauszugeben.

Den Wissenstand des deutschen Rechtssystem hat man anhand des Redtube Debakels
sehr schön erkennen können.
 
Wenn ich das Urteil richtig gelesen habe, geht es hier um den Verkauf, nicht um geschenkte Player.

Es geht vor allem um das wissentliche Schauen geschützter, normalerweise per Zahlung zugänglicher, Inhalte.
Damit ist der Nutzer in der Haftung, nicht nur ausschließlich der Anbieter.

Aber ich frage mich wie man rechtssicher an die Verbindungsdaten des Endnutzers kommen will, wenn die beteiligten Server im Ausland stehen.
So, wie bisher auch schon. Die Nodebetreiber werden um Auskunft gebeten, nötigenfalls per Gericht zur Herausgabe gezwungen.
Und da man IP4-Adressen ja überhaupt nicht fälschen kann, ist das alles rechtssicher. Ein Schelm wer böses dabei denkt. :kopfvswand:

LG
Roland
 
Ein interessantes Thema, wie ich finde.

Aber Fakt ist viele Leute wissen ja gar nicht dass sie sich Strafbar machen.
 
Genau da liegt das Problem

Pay tv schauen ohne gültiges Abo ist illegal und somit strafbar.

Gruß
 
hier mal ein interressanter Artikel

Junge Frau soll 1000 Euro zahlen – und kann nichts dafür

Illegales Streaming im Internet wird immer riskanter - erst recht seit einem wegweisenden Urteil vergangene Woche. Wie schnell Nutzer in die Abmahn-Falle tappen, zeigt auch ein Fall einer jungen Frau, die sich eigentlich nichts zu schulden kommen ließ und plötzlich knapp 1000 Euro berappen sollte.

Es ist im Sommer 2016, als die Münchnerin Luisa N. (25) während eines Portugal-Aufenthalts Leila kennenlernt. Die beiden verstehen sich auf Anhieb gut. Damals ahnen sie nicht, dass ihre Freundschaft nur wenige Monate später noch auf eine harte Probe gestellt werden sollte.

Im November 2016 ist Leila bei Luisa in München zu Besuch. In ihrer WG bietet die 25-Jährige der Freundin einen Schlafplatz an. Leila ist froh über die Unterkunft und fühlt sich wie zuhause. Fast ein bisschen zu sehr…

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Illegales Streaming im Internet wird immer riskanter (Symbolbild)

"Ich bin fast ausgerastet"
In der Nacht zum 17. November macht es sich die Portugiesin auf Luisas Couch bequem für einen gemütlichen Fernsehabend. Auf der vermeintlichen Streaming-Seite Popcorn Time will Leila den Film "The Hateful 8" anschauen. Was sie offenbar nicht weiß: Anstatt den Film nur zu streamen, also ihn nicht lokal auf dem Computer zu speichern, startet Leila mit dem Klick einen Download der Filmdatei. Mit bösen Konsequenzen.

"Ich bin fast ausgerastet", schildert Luisa N. im Gespräch mit FOCUS Online den Moment, als die Studentin die Abmahnung mit den geforderten Kosten in Höhe von 915 Euro aus ihrem Briefkasten fischte. „Illegales Streaming war bei uns in der WG nie ein Thema", erzählt sie weiter. Gemeinsam mit ihrem Mitbewohner nutze sie schon seit Jahren legale Streaminganbieter wie Amazon Prime Video und Netflix.

Internetanbieter musste Auskunft geben
Und jetzt solch horrende Kosten? Luisa N. kann es kaum glauben. Doch das Anwaltschreiben lässt keine Zweifel, dass der Film über Luisas Internetzugang angeschaut wurde. Über ein gerichtliches Auskunftsverfahren bei Luisas Internetprovider kam die Kanzlei der Studentin auf die Schliche.

Die junge Frau geht in die Offensive, recherchiert online, kontaktiert einen Medienrecht-Studenten und erklärt der zuständigen Rechtsanwaltskanzlei Waldorf Frommer den Sachverhalt. Die nämlich hatte Luisa N. angeschrieben, da auf ihren Namen der Internetanschluss der WG gemeldet ist.

Popcorn Time ist ein File-Sharing-Anbieter
Das Problem an Anbietern wie Popcorn Time ist laut Experten, dass die Seite zunächst nicht unbedingt den Eindruck eines illegalen Angebots vermittelt. Popcorn Time funktioniert zudem über eine sogenannte Torrent-Technologie. Das heißt: Nutzt jemand das Angebot, speichert er die Daten eines gestreamten Films - im Gegensatz zu Seiten wie Kinox.to - im Hintergrund auf dem PC. Genau diese Datenweitergabe (File sharing) ist jedoch verboten und wurde auch Luisa N. zum Verhängnis.

700 Euro Schadenersatz und 215 Euro Abmahnkosten forderten die Anwälte für die angebliche Urheberrechtsverletzung von Luisas Freundin. Zudem sollte sie eine Unterlassungserklärung unterschreiben.

Abmahnkosten, Schadenersatz und Unterlassungserklärung
Nach einigem Hin und Her trafen sich die Anwaltskanzlei, die im Auftrag des Mandanten Universum Film GmbH abmahnt, und Luisa N. bei 350 Euro. Das sei die absolute Schmerzgrenze, versicherte ihr eine Sekretärin der Kanzlei. Zudem wurde ihr eine Ratenzahlung angeboten.

Die Unterlassungserklärung hat Luisa N. inzwischen unterschrieben, allerdings erst nachdem sie eine abgeschwächte Version des Vordrucks aushandelte. Doch ihre Freundin aus Portugal streitet nach wie vor mit der Kanzlei um die Schadenssumme.

Luisa N. fühlt sich nur darin bestätigt, auch weiter legal über Netflix und Co. zu gucken. Illegales Streaming sei noch nie ihr Fall gewesen. Der Rechtsstreit ist aktuell noch nicht ausgestanden. Aber die Freundschaft zwischen beiden, das betont Luisa N., habe unter dem ganzen Ärger nicht gelitten.

Wie Sie sich am besten vor illegalem Streaming schützen und welche Konsequenzen das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat, lesen Sie hier.

Quelle; focus


Gruß
 
Hallo!

Ich möchte gar nicht wissen, wie viele von den sonstwo gehosteten "File-Sharing-Seiten" von den deutschen Abmahn-Troll-Anwälten selbst betrieben werden. Honey-Pots ziehen halt immer noch.

LG
Roland
 
Dank meines Festplattenrekorders stolpert man relativ leicht über eine ganze Ansammlung
von illegalen Streaminganbietern und ab und an schaut man auch mal ins "Angebot"
Aber es war bis jetzt nicht eine einziger Film dabei, der meinen Qualitätsansprüchen genügt hat.
ääääh
Die gezeigte Bildqualität ließ mich dann doch an der Legitimation des Anbieters zweifeln
und da habe ich lieber gleich wieder ausgeschaltet.

Die 8€ für Netflix sollte man schon investieren,
bei mir dank BuLi Fanatikerin im Haus kommt Sky hinzu.
 
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