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Fortbildung Gerätetester VDE702 / ortveränderliche Geräte

Jörg

Jörg
Hallo Kollegen,

wie ich hier gelesen habe sind doch schon einige Kollegen kräftig ortveränderliche Geräte zu prüfen.

Gerne würde ich wissen, wie es mit der Fortbildung da aussahr, wo habt ihr die gemacht, war die zu empfehlen, vielleicht wisst ihr auch was die gekostet hat !?

Und auch eine wichtige Sache, wie ist die Prüfung bei euch geregelt, bekommt ihr eine "Zusatzvergütung" oder seit ihr solange vom HM Dienst Freigestellt mit einer Vertretung !? oder ist es so wie immer das "darf" der HM auch noch mit machen .....

Grüße
Jörg
 
Hallo Jörg,

alle mir bekannten Kollegen bekommen eine "Zusatzqualifikation" zur Erlangung der Sachkunde zur elektrisch unterwiesenen Person. Dies macht u.a. die Unfallkasse mit dem BAD. Dort ein Seminar mit dem nötigen Grundwissen, 1-2 Tage und Du darfst prüfen. Wäre sinnvoll wenn schon ein Gerät vorhanden ist. Bringt als Nicht-Elektrofachkraft nicht viel an einem Gerät geschult zu sein, wenn der Dienstherr später ein gänzlich anderes kauft und sich dann wieder keiner dran auskennt. Geprüft wird in der normalen Arbeitszeit und da es zu deinem Aufgabenbereich gehört in der Regel auch nicht zusätzlich vergütet. Es sei denn, es geht nur mit Überstungden und diese werden dann vergütet.

Gruß
Odin
 
Danke Odin,

naja prüfen in der normalen Arbeitszeit, klingt GUT für den Arbeitgeber ... aber werd macht dann meinen Job !?
Meine das ist genau das was ich immer sage, immer mehr Leistungen, gleiche Bezahlung, und gerade an den großen Schulen auch immer mehr Stress, denke das darf man nicht unterschätzen bei uns sind schon 3 Kollegen deshalb ausgefallen ....

Ob das zu den Normalen Aufgaben eins HM zählt kann nicht nicht so recht beurteilen, klar ist aber ich will SICHERHEIT hier haben innerhalb von 6 Monate 2 Geräte "gebracht" bekommen wo auch richtig was passieren hätten können, also heißt es im Umkehrschluss für mich da lasse ich gerne "normale" Sachen für liegen und mache "lieber" was für die Sicherheit !!

Grüße
Jörg
 
mann muss immer aufpassen. Wenn du mit Elektrik zu tun hast bist auch du Verantwortlich wenn du was machst. Ein Fuß im Gefängnis hat mein Ausbilder damals gesagt. Wenn ihr keine Ausbildung habt dann lasst es sein. Ihr dürft vielleicht prüfen mit eurer EuP Ausbildung. Aber Abnehmen darf das nur ein Meister der Elektrotechnik.
 
Das ist so nicht richtig,...
Das darf unter bestimmten Umständen auch ein "normaler Geselle"
Und zwar setzt das den Eintrag in der Handwerksrolle voraus.
Den kann ein "normaler Geselle" auch erlangen, sofern er unter die Altgesellenregelung von 2004 fällt, mindestens 6 Jahre einschlägige Berufserfahrung hat, und davon nachgewiesen 4 Jahre in verantwortlicher und führender Position.

So wird man dann von einer Elektrofachkraft zur verantwortlichen Elektrofachkraft.
So läuft das bei uns, um diesen Posten zu besetzen, bestehe ich jedoch auf regelmäßige Fortbildung bei der Dekra.
Eine Extravergütung?
Warum?
Wir sind eh immer im Haus und solche Arbeiten (wie andere Wartungsarbeiten auch) werden geplant und dann ausgeführt.
Alles andere wartet dann, sei es eine klappernde Tür oder eine von 20 Röhren in einem Raum, ein tropfender Wasserhahn oder der quer sitzende Furz einer Verwaltung.
"Immer mehr Arbeit für´s gleiche Geld" ist ja ein Totschlagargument.
Jeder von uns, der im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, weiß eigentlich um die (gefühlte) Sicherheit seines Jobs, um´s Weihnachtsgeld, um die VBL-Leistungen....
Und um die Freiheit die er in seinem Beruf hat.

Sucht euch sowas in der freien Wirtschaft, und erklärt dem Chef dort dann einmal, das ein neuer Arbeitsablauf oder eine neue Aufgabe mit einer Sonderzahlung, einer Zulage und einer Vertretung für den eigenen Job einher gehen sollte....

Dann wäre man doch schnell wieder im "öffentlichen Dienst"....
Bei Deutschland´s größtem Arbeitgeber....
www.arbeitsamt.de



es grüßt
der Schladdi
 
Das Problem ist nicht umbedingt die Arbeit, sondern eher das wir sehr viele Unterschiedliche Aufgaben zugewiesen bekommen als Hausmeister, jeder diese als Selbstverständlich ansieht und erwartet das das ganze weiterhin so läuft egal wie viel dazu kommt.
Unsere Wöchentliche Arbeitszeit wird allerdings nicht erhöht. Somit kommt es vor das entweder Dinge liegen bleiben die wiederrum den Unmut der Verwaltung auf sich zieht, oder das die HM in ihrer Freizeit etwas tun um überhaupt das Pensum zu schaffen. In der Freien Wirtschaft verteilt der Chef die Arbeit und weiß aber das der Mitarbeiter nun mit dieser Aufgabe beschäftigt ist und nicht alle 2 Min wegspringen kann.
 
Bevor ich in die Haustechnik ging kam ich aus der freien Wirtschaft, aus dem Kundendienst.
Da war es dem Chef auch und immer egal wie viel man zu tun hatte, die Aufträge kamen und wenn es sein musste konnte man 24 Stunden arbeiten,... Notfalls wurde noch die Nacht zur hilfe genommen.

Jeder von uns kann nur so viel arbeiten wie er mit zwei Händen schafft, und zwar in seiner vorgesehenen Arbeitszeit.
Ich weiß das es vielen schwer fällt, aber dann muß man auch mal STOP sagen, und ganz klar zum Ausdruck bringen das man nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann.
Es gibt Dinge, die können warten,...
Wenn eins von 20 Leuchtmitteln kaputt ist, dann wartet das, bis ich eh Leuchtmittel tausche, ob es der Schule passt oder nicht.
Wenn eine Wartung dran ist, die der Gesetzgeber vorsieht, dann wird die planmäßig gemacht, egal ob eine Tür quitscht.
"Da können Sie mal schnell hin laufen, dauert doch nur zwei Minuten..." sowas gibt es dann nicht.
Mein Vorgänger war auch so, das er dem Bauamt und der Schule gleichzeitig gefallen wollte, mit dem Ergebnis, das er der Schulleitung, den Lehrern und dem Sekretariat sprichwörtlich in den Hintern gekrochen ist....
Mit dem Ergebnis für mich, das ich hier eine Schule mit einem wahnsinnigen Wartungsstau übernommen habe...
Ich halte es hier so, das ich in erster Linie alles das mache, was Sicherheit ist oder was der Gesetzgeber vorsieht (so sieht es auch mein Bauamt), dann kommt der schulische Verschleiß, dann planbare Aufgaben wie Aula- oder Mensaumbau und sonstige Veranstaltungen, und dann darf sich die Schulleitung an Platz vier als Bittsteller mit einreihen., Notfälle wie Rohrbrüche oder Ausfall technischer Anlagen mal ausgenommen, da muß man natürlich schnell reagieren.
Für Schüler bin ich täglich drei mal in den Pausen in meinem Büro anzutreffen, also auch an die ist gedacht...
Das Gebäude gehört der Stadt und somit dem Bauamt, und die bezahlen mein Gehalt, also legen die auch mit erster Priorität fest, was mein Aufgabengebiet ist.
Und wenn mehr gefordert ist, muß das Bauamt das anweisen, oder die Schulleitung muß halt hinterher die angefallenen Stunden erklären.

Versteht mich nicht falsch, ich stehe zu und hinter meine Schule, ich arbeite hier sehr gerne und mit Freude, ich denke ich habe doch ein gutes Verhältnis zu den Lehrern und ein anständiges Verhältnis zum Sekretariat und zur Schulleitung, und ein echt cooles zu den Schülern, seit ich hier bin gingen Zerstötung und Verschwendung messbar zurück,...
Aber,....

... ich denke die Zeiten des Hausmeisters als graue Eminenz sind vorbei, wir sind heute nicht mehr Lakai des Schulwesens, und vor allem müssen wir den Lehrern und der Schulleitung kein "Rundum-Sorglos-Paket" mehr liefern...


es grüßt
der Schladdi
 
Du siehst das Richtig, auch ich war vorher im Kundendienst in der Freien Wirtschaft (Kärcher Hochdruckreiniger), Aber in meinem Fall hat die Schulleitung eben andere wünsche und ich habe es nicht geschafft ihen Klarzumachen wo die Prioritäten sind. Ich habe nun die Stelle gewechselt und somit den Arbeitgeber und das Gebäude. Ich werde mit den Erfahrungen nun auch im neuen Job diesbezüglich einiges anders Handhaben.
 
Hallo Kollegen,

auch als EuP darf man die ortsveränderliche Überprüfung nicht selbstständig durchführen! Ein Elektrofachkraft hat die Überprüfungen der EuP zu überwachen und zu kontrollieren. Siehe BGI 5090! Bei uns macht es deswegen gleich der Elektriker.

Gruß

Dart
 
Auch die TRBS 1201 beschäftigt sich damit. Letztendlich handelt es sich um ein Organisationsverschulden des AGs. Also, immer schriftlich auf diesen Missstand hinweisen.
 
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