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Gebäudeleittechnik Amoklauf Warnsystem

Jörg

Jörg
Teammitglied
Moderator
Hallo Kollegen,

auch wenn das Thema bestimmt auch hier schon sicher öfter besprochen wurden ist, hatte ich nix passendes gefunden, also frage ich noch mal nach....

Wie viele von euch haben wir die normalen Alarmierungsanlagen in den Schulen verbaut.

- Alarmanlage
- Brandmeldeanlage mal mit mal ohne Aufschaltung der Feuerwehr
- Feuerwehsprechstelle nur zum Teil
- und zum Teil noch Hausalarm
- ELA Anlage mit einer oder mehr Sprechstellen
- Meldeeinrichtungen (Aufzug, Pumpen, Versehrten WC Anlagen etc.)

Was jedoch hier noch überall fehlt ist ein Amoklauf Alarmsystem ...

Nun meine Fragen an euch:

- Wer hat schon ein solches System ? (Hersteller)
- Wie und was und an was wird gemeldet ? (Handtaster, Auslösung per Handy?)
- Macht Ihr Regelmäßig Test und wie sehen die aus ?
- Amoklauf Warnsystem mit Klartextansage von Band bzw.Chip
Hier wird ja „Neuerdings“ gesagt das auch Besucher und Handwerker etc. die Meldung
ohne Verschlüsselung verstehen sollen...
- Erfahrungswerte ? Welches System überzeugt !?
- Umsetzzungen die verbesserungswürdig sind, im Beispiel Handtaster deren Stellen nicht
immer zu erreichen sind oder die Stellen nicht durchgehend besetzt sind.


[FONT=&quot]
Und ganz wichtig ist ein Amoklauf Warnsystem NUR eine zusätzliche Sicherheitsstufe oder bereits vorgeschrieben ?
Vielleicht nach Schüleranzahl oder Schulform !?

Klar sind auch weitere Themen hier interessant:

- Wie sollte das Verhalten in den Räumen sein, (Vorschriften ??)
- Sammelplätze außerhalb der Schulen !?
- und sicher einiges mehr ...

Sehr Interessant fand ich, nach der Suche mit googel das "avverti" System, dieses fasst verschiedene Techniken zusammen, so kann dieses wohl auch Alarm und Fehlermeldungen Einbruch, Aufzug, etc. melden ...[/FONT]
http://www.velser-buerokommunikation.de/avverti

Bin gespannt ....

Grüße
Jörg
 
Amoksystem sieht seit 2013 bei uns wie folgt aus. Taster in allen Bereichen der Schule, im Sekretariat, beim Hausmeister. Klartextansage vom Chip. Tests sind strikt verboten, die Dinger sind alle verplombt und die technische Abnahme hat in den Nachtstunden stattgefunden. Erfahrungswerte gibt es bisher keine.
 
Hey matti,

Danke für die Antwort, kannst Du mir noch sagen was genau ausgelöst wird, wahrscheinlich nur die Ela der rest liegt in Menschenhand ?!?

Bei Knöpfen überall hätte ich immer die Bedenken das da einfach so mal gedrückt wird, kennt man hier von Feueralarm und das ist dann auch schon teuer da direkt zur Feuerwehr geht ....

Grüße
Jörg
 
genau so ist es, geht nur auf die Ela. Dazu wurden in sämtlichen Räumen, Lagern, Toiletten, Keller und Boden Lautsprecher installiert. Beim Abnahmetest wurden die mit einem Meßgerät geprüft, ob die Ansage auch aus jedem Winkel verständlich und zu hören ist. War ein unheimlicher Aufwand der da betrieben wurde, weil einzelne Lautsprecher nochmal umgesetzt werden mussten.
 
Danke matti,

Naja das was Du beschrieben hast ist eine Schallpegelmessung, diese stellt die vorgeschriebene Mindeslautstärke sicher, die jedoch auch jede ELA Anlage Flächendeckend haben sollte.

Meist ist jedoch bei den ELA Anlagen in der Schule das Augenmerk auf die Unterrichtsräume gelegt. Keller Speicher etc. werden gerne vergessen
Mitarbieter (HM) oder Handwerker im Keller werden im Notfall leider oft nix mitbekommen das es ein Alarm gibt.

Grüße
Jörg
 
Falsch,... bei solchen Tests wird nicht nur eine Schalldruckmessung sondern auch eine Messung der Verständlichkeit gemacht.
In dem Fall hat der Sachverständige die Sprachdatei auf seinem Prüfgerät (meist Notebook), und daran ein Mikrofon in Form eines Menschenkopfes.
Dieser Meßkopf wird auf Stativ in einer Höhe von 165 cm an beliebigen Stellen aufgestellt, und das Gerät vergleicht die aufgenommene mit der abgespeicherten Datei.
Das ganze habe ich seiner Zeit in der Klinik und auch hier in der Schule schon durch, das ganze ist ein riesiger technischer Aufwand.

Wir haben in allen Fachräumen Telefone, die Lehrer und der Schulsanitätsdienst sind in ein Verfahrensprozedere eingewiesen und informieren bei Bedarf dann das Sekretariat, welches die "Überfallkette" einleitet.
Die Alarmierung findet hausintern über die Elaanlage statt, die Polizei wird telefonisch informiert.
Die Mitglieder des Schulkrisenstabes (Schulleitung, Sekretariat, Hausmeister, Sicherheitsbeauftragte,...) halten dann in Telefonkonferenzen Kontakt untereinander und mit den Einsatzkräften.
 
Hey schladdi,

Oha so mit den Messverfahren kenne ich das auch nicht, da sieht man das hier dann sooooo richtig auch noch nie was geprüft wurden ist.

Telefone in den Fachräumen haben wir auch, meist ja sowie so gerade in den NW / Kunsträumen Räumen vorgeschrieben die anderen Fachräume haben das jedoch auch IT etc.

Klasse wäre wenn Du mir mal so einen "Überfallkette" zukommen lassen kannst, einfach mal um zu wissen wer bei euch Informiert wird, denke hier ist das NIE so ganz durchdacht wurden ....

Wie sieht die ELA Alarmierung bei euch aus ??? Klartext ??? meist wird das ja heute so gemacht um auch Besucher zu informieren....
da diese eben mit Code - Texte wie "Frau Müller muss ihr Auto umstellen" nix anzufangen wissen ....

Grüße Jörg
 
Bei uns wurde die veraltete ELA Anlage erneuert, das hilft zumindest wenn eine Durchsage zu machen ist. Desweiteren wurden Taster in Sekretariat, Hausmeister, Lehrerzimmer und Fluren installiert. Mit den Tastern in den Fluren sind wir nicht so glücklich, laden die doch zum Missbrauch ein.
Andere Schulen setzen auf Handy´s, hier gab es schon mehrere Fehlalarme.

Feueralarm geht direkt zur Leitstelle, der Hausmeister hat kaum die Möglichkeit rechtzeitig zu stoppen.
Der Amokalarm geht direkt zur Polizei und nur diese können den Alarm deaktivieren.

Wie man mit dem Alarm umgeht und wie die Schulgemeinschaft damit umgeht wurde in Arbeitsgruppen in Zusammenarbeit der Polizei und Schulträger erarbeitet.

Probleme wird auch darin gesehen wenn ein Täter absichtlich Feueralarm auslöst und der Amokalarm aktiviert wird.
Diese beide Alarme haben gegensätzliche Handlungsweise zur Folge.
Feueralarm und damit das Räumen der Räume hat Vorrang.

Das eine Schule tatsächlich von einem echten Amokalarm betroffen sein wird, ist sehr unwahrscheinlich.
100% Sicherheit wird es bei allen Plänen und Einrichtungen NIE geben.

- - - Aktualisiert - - -

Achja, der Amokalarm hat einen anderen Heulton als der Feueralarm, zusätzlich kommt danach eine Durchsage mit Handlungshinweisen.
 
Also,...

bei uns gibt es einen Krisenstab im Haus, dieser besteht aus der Schulleitung und dem Sekretariat, dem Hausmeister als Branschutz- und Sicherheitsbeauftragten für den äußeren Schulbetrieb (Betriebssicherheit und Gebäude), dem Brandschutz- und Sicherheitsbeauftragten Lehrer für den inneren Schulbetrieb (Unterrichtsorganisation, Umgang mit Chemiekalien und so,...) und den Schülern des Schulsanitätsdienstes.
Wir haben je nach Alarmart festgelegt Aufgaben, wie schon vor mir beschrieben sind die Handlungsweisen bei den Alarmen nahezu gegensätzlich.
Beim Feueralarm siehst du zu das du die Hütte leer kriegst,...
Im Amokfall mußt du sehen das du die Schüler in die Klassen bekommst und das abgeschlossen wird.
Wir haben zum Glück ein historisch geschütztes Gebäude mit bis zu 100cm Wandstärke und recht hoch eingebauten Fenstern, so das jeder Raum Ecken bietet, die sowohl beim Durchschuß durch die Tür als auch durchs Fenster nicht erreichbar sind.
Die Alarmmeldung läuft im Klartext und ist jedem hier bekannt, auch den Eltern, dem Cafeteriapersonal, den externen Honorarkräften,...
Fremdunternehmer müssen sich eh erst bei mir melden, bekommen eine Arbeitserlaubnis nach den Vorgaben der Unfallkasse und der Berufsgenossenschaften, und mit der Durchschrift bekommen sie eine Anweisung zum Verhalten im Alarmfall.
Der Text ist in der Art gestaltet, das es in etwa heißt:

Begeben Sie sich direkt in einen Klassenraum, verschließen Sie Fenster und Türen und setzen sich auf den Boden. Meiden Sie die Nähe zu Türen und Fenstern.
Solche Texte sind genormt und werden bei den ELA-Herstellern durch Nachrichten- oder Theatersprecher aufgenommen damit sie möglichst fehlerfrei, hochdeutsch und verständlich ablaufen.
Ich erinnere mich, daß das Amokmodul für unsere Elaplananlage (Vorgänger von Uniton) fertig montiert etwa 700 Euro kostete.
Wir üben sowohl Feuer- als auch den Amokalarm regelmäßig und dokumentieren den Ablauf der Übung.
Dieses Dokument wird danach in der Krisenstabssitzung diskutiert.

Was helfen kann, besonders den Einsatzkräften, ist eine deutliche Kennzeichnung der Krisenkräfte im Haus.
Wir haben das durch ganz einfache gelbe Warnwesten aus dem KFZ-Zubehör gelöst, die wir beim örtlichen Folienbeschrifter haben bedrucken lassen.
Auf dem Rücken groß "Einsatzleitung" und vorne links auf der Brust den Namen und den "Dienstgrad"

es grüßt
der Schladdi
 
angedacht bei uns an der schule ist ein warnsignal ähnlich dem des feueralarms.
ob das so sinnig ist und letztlich nicht eine grosse verwechslungsgefahr mit dem feueralarm besteht, wo ja grundsätzlich verschieden reagiert werden soll, bleiben für mich dabei die grossen fragen ...
nach dem amoklauf von winnenden wurde viel diskutiert und nach möglichkeiten und lösungsvorschlägen für den fall gesucht ... praktisch umgesetzt wurde leider bis heute nichts bei uns.
es blieb bei den vorschlägen (knaufvorrichtungen an den klassenzimmertüren, alarmierungssystem). einzig über einen speziellen notfallplan bei amokalarm wurde mal etwas expliziter nachgedacht und ein schriftstück verfasst.
solch ein schriftstück gilt für mich in erster linie mal der verantwortungszuweisung im speziellen fall ... immer klasse, wenn einem die entsprechenden werkzeuge fehlen bzw. nicht zur verfügung gestellt werden :hmpf:
mag am geld liegen, was ja bekanntlich in den kassen der kommunen knapp ist aber muss immer erst etwas passieren, muss erst die axt - sprichwärtlich - am baum hängen?

den alarm auf die gebäudeleittechnik zu bekommen ist dann anders als bei z.b. feueralarm nur für den selbstschutz und für eine dann mögliche weiteralarmierung zur polizei!

ich kann nur hoffen, dass jedem einzelnen so etwas erspart bleibt ...


schönes wochenende kollegen/-innen ;)
 
Ich bekomme einen Neubau einer Schule mit.
Laut Aussage des Archidekten , höchst modern mit allem was es gibt. (Gebäudeleittechnik).

Gruß Friedrich
 
Hallo zusammen,

wir haben an der Schule 2009 nach der Renovierung / Anbau eine neue BMA und ELA von Siemens in betrieb genommen, welche sowohl for Durchsagen, Evakuierung im Brandfall / Notfall aber eben auch mit einer "Amok" Warnung ausgestattet ist. Evakuierung im Brandfall läuft automatisch wenn di BMA auslöst oder aber per Knopfdruck im Sekretariat an der Anlage. Die Amok - Warnung kann nur vom Sekretariat aus "Ausgelöst" werden.
Wir "Üben" das ein mal im Jahr ca. 4 oder 5 Wochen nach Schuljahresbeginn was wie folgt aussieht :

Rektor macht eine Durchsage und Informiert die Lehrkräfte und Schüler dass nun einen Übung der Durchsagetexte stattfindet.
Dann läuft die Evakuierungsansage, als 2. Schritt die Amok Warnung.

Im Anschluss erneute Durchsage dass es sich um eine Übung handelt und nichts passiert ist !!!

Im laufe der selben Woche findet dann immer die erste Räumübung an der Schule statt, welche den Lehrern bekannt ist und somit "angesagt".

Wir haben bisher nur gute Erfahrungen gemacht und ein positives Feedback erhalten, auch wenn die Polizei nicht begeistert von der "Übung" ist.

Wir haben in allen Räumen Lautsprecher die mit der ELA verbunden sind, also auch in den "Untergeordneten" Räumen.

Im laufe des Schuljahres ( meistens um Ostern rum ) findet dass immer die 2. Räum - und Evakuierungsübung statt, allerdings OHNE Amok, dafür mit netten anderen Überraschungen ( leichte verrauchung von Fluren oder Treppenhäuser etc. ) :-)

Grüße aus dem Wilden Süden :)

Kai
 
Hey Kai,

das klingt ja spannend,
Im laufe des Schuljahres ( meistens um Ostern rum ) findet dass immer die 2. Räum - und Evakuierungsübung statt, allerdings OHNE Amok, dafür mit netten anderen Überraschungen ( leichte verrauchung von Fluren oder Treppenhäuser etc. ) :-)

Finde ich von der Idee her klasse, bei uns ist das untersagt !!!

An der alten Schule wo ich war gibt es auch so eine "Schleuse" sprich hier wird zur Entrauchung per Druck Frischluft eingeblasen, damit das jedoch funktioniert sollten alle Rauchschutztüren geschlosssen sein, jedoch sind diese auch klar Fluchttüren.

Also wäre das "richtige" Verhalten kurzes Sammel dort, und dann schnell im Klassenverband durch, (Rauch kann im Wartebereich nicht entstehen)
dieses hätte ich damals auch gerne "in Rauch" mit Schülern die dort immer Unterricht haben getestet jedoch hieß es hier NEIN darf man nicht !!


Amokwahrnsysteme sind wohl so wie ich bisher gehört habe LEIDER kein muss, ein LOB an alle Städte die sowas umsetzten bevor was passiert, klar sollte dann das System gut durchdacht sein. Fehler wie wir räumen das Gebäude und stehen alle (um Abschluss) auf den Schulhof oder Tiefgarage) braucht auch keiner.....

Grüße und ein DANK an die Kollegen, ich finde die Erfahrungen und Meinungsaustausch hier immer sehr gut und wichtig !!!

Jörg
 
Bei mir ist der Amokalarm über die ELA eingebaut. In jedem Zimmer der Gebäude (4)ist ein Schlüsselschalter, über den ein Alarm geschaltet werden kann. Bei Alarm folgt eine Bandansage in Reintext, 2 mal. Danach haben wir 2 Minuten zeit, um einen Fehlalarm zu Melden, ansonsten kommt die Polizei. Nach Rücksprache mit mehreren Stellen wird hier kein Probealarm durchgeführt. Die wartung ist 2 mal im Jahr, wenn niemand in den Gebäuden ist.
 
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