Herr von K
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Schule in Salzgitter löst „Amokalarm“ aus: Polizei nimmt Verdächtigen fest
Am Hans-Böckler-Ring läuft seit dem Vormittag ein Großeinsatz. Die Beamten betonen aber, dass derzeit keine Gefahr besteht.
12.02.2026, 14:19 Uhr
Der Großeinsatz der Polizei auf dem Gelände des Schulzentrums am Hans-Böckler-Ring wegen eines „Amokalarms“ ist gegen 13.20 Uhr beendet worden. Die Beamten konnten nach eigenen Angaben einen Minderjährigen, bei dem es sich möglicherweise um den gesuchten Verdächtigen handelt, im Schulgebäude antreffen. Der Jugendliche befinde sich nicht mehr im Gebäude und wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für andere Personen bestanden. Die Straßensperrungen wurden aufgehoben und die polizeilichen Maßnahmen beendet. Die Ermittlungen dauern laut Polizei an.
Wie aus einem Rundschreiben der Schulleiterin des dortigen Gymnasiums, Verena Akkermann, an die Eltern hervorgeht, handelte es sich um einen „Amokalarm“. Im Schreiben, das der Redaktion vorliegt, heißt es, dass alle auf dem Gelände befindlichen Schulen betroffen sind, darunter die Berufsbildenden Schulen (BBS) und die Hauptschule.
Aus Sicherheitsgründen waren einige Schüler noch in den Klassenzimmern „eingeschlossen“ und sollten ihre Handys nicht nutzen. Die Eltern wurden aufgefordert, sich vom Gelände fernzuhalten und den Anweisungen der Polizei zu folgen.
Die Polizei war seit etwa 11 Uhr vor Ort und durchsuchte das weiträumig abgeriegelte Gelände. Wie sie auf Nachfrage mitteilte, soll auf dem Gelände der BBS Fredenberg eine „verdächtige Person“ gesichtet worden sein, von der eine „konkrete Gefahr“ ausging, wie Polizeisprecher Matthias Pintak berichtet. Die Polizei hatte via WhatsApp betont: „Wir sind mit starken Einsatzkräften vor Ort und klären gerade den Sachverhalt auf. Bitte vertrauen Sie der Polizei. Wir haben keine konkreten Hinweise, dass Personen in Gefahr sind.“ Der Bereich um die Schule wurde weiträumig abgesperrt und dann von der Polizei durchsucht.
Angeblich ist ein Jugendlicher mit einer Waffe an den BBS gesehen worden. Dazu wollte sich Polizeisprecher Matthias Pintak gegen 11.30 Uhr unserer Zeitung gegenüber aber nicht äußern. Er bestätigte jedoch, dass „viele Schüler kontrolliert“ das Gelände bereits verlassen hatten. Einige Eltern waren auch vor Ort. Polizeisprecher Matthias Pintak berichtet: „Wir können verstehen, dass Eltern sich Sorgen machen, und das ist auch gut so. Sie wurden von unseren Kräften betreut und auch informiert, wie es jetzt weitergeht.“
Einsatzkräfte suchten das Gebiet rund um das Schulzentrum weiträumig ab. Zugleich wurden die Schüler unter Begleitung von Beamten vom Schulgelände gebracht und ihren Eltern übergeben. Knapp vier Stunden, nachdem der „Amokalarm“ ausgelöst worden war, endete der Einsatz der Polizei ohne größere Zwischenfälle. Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften im Einsatz. Zur genauen Einsatzstärke traf Pintak allerdings keine Aussage.
„Jetzt steht im Vordergrund, den Sachverhalt zu erhellen“, sagt Pintak. Der festgenommene Minderjährige wird nun in der Dienststelle befragt. „Wir hoffen, so ein einheitliches Bild darüber zu finden, was sich hier tatsächlich zugetragen hat.“