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Alte Batterien und Akkus: Kleine Kontakte – große Brandgefahr!

Jörg

Jörg
Teammitglied
Moderator
Hallo zusammen,

Fernbedienungen, Uhren, Akkuschrauber oder Laptops: Auch in Schulen fallen regelmäßig alte Batterien und Akkus an. Schnell landen sie gemeinsam in einer Sammelbox. Bei lithiumhaltigen Batterien und Akkus sollten vorher die Pole beziehungsweise Kontakte mit elektrisch isolierendem Klebeband geschützt werden.

Das ist ein kleiner Handgriff mit großer Wirkung.

Was kann ohne abgeklebte Kontakte passieren?​

Wenn Metallteile die beiden Pole elektrisch miteinander verbinden, kann ein Kurzschluss entstehen. Das können beispielsweise andere Batterien, lose Kabel oder Metallgegenstände sein.

Dabei fließt in kurzer Zeit viel Strom. Die Batterie oder der Akku kann sich stark erhitzen. Bei Lithium-Ionen-Akkus kann daraus eine unkontrollierte, sich selbst verstärkende Überhitzung entstehen – Fachleute nennen das „thermisches Durchgehen“.

Mögliche Folgen sind:

  • starke Hitze und Verbrennungen,
  • austretende heiße oder brennbare Gase,
  • gesundheitsschädlicher Rauch,
  • Brand oder explosionsartiges Bersten,
  • Entzündung weiterer Batterien und Gegenstände in der Umgebung.
Nicht jeder offene Kontakt führt sofort zu einem Brand. Das vermeidbare Kurzschlussrisiko besteht aber bereits beim Sammeln, Lagern und Transportieren.

„Der Akku ist doch leer!“ – leider keine Entwarnung​

Wenn ein Gerät nicht mehr funktioniert, ist der Akku deshalb nicht unbedingt vollständig energielos. Auch vermeintlich leere Akkus können noch gefährliche Kurzschlussströme liefern.

Und: Auch kleine Lithium-Knopfzellen gehören dazu. Die Größe allein sagt nichts darüber aus, ob die Pole geschützt werden sollten.

So machen wir es im Schulalltag sicherer​

✅ Kontakte schützen: Freiliegende Pole lithiumhaltiger Batterien und Akkus mit elektrisch isolierendem Klebeband abdecken, beispielsweise geeignetem Isolierband. Plus und Minus dürfen nicht leitend miteinander verbunden werden.

✅ Richtig sammeln: Nur die vom Entsorger vorgesehenen Behälter verwenden und dessen Verpackungs- und Annahmehinweise beachten. Keine Schrauben, Schlüssel oder sonstigen Metallteile dazugeben.

✅ Standort beachten: Sammelbehälter gehören nicht in Flucht- und Rettungswege und nicht neben leicht brennbare Materialien.

✅ Zuständigkeit klären: Mit Schulträger und Entsorger festlegen, wer die Sammlung kontrolliert und die Abholung organisiert. Für Beschäftigte sollte eine verständliche Anleitung bereitliegen.

✅ Beschädigte Akkus gesondert behandeln: Aufgeblähte, verformte, ausgelaufene oder anderweitig beschädigte Akkus nicht einfach in die gewöhnliche Sammelbox werfen. Nicht öffnen, quetschen oder weiterladen. Das weitere Vorgehen mit der zuständigen Stelle und dem Entsorger abstimmen.

Wichtig: Abkleben verhindert mögliche äußere Kurzschlüsse. Einen bereits im Inneren beschädigten Akku macht es nicht wieder sicher!


Grün oder Gelb? Bitte genau hinsehen!​

Die Farben auf dem Bild beziehen sich auf ein bestimmtes Sammelsystem. Welche Batterie in welchen Behälter darf, hängt auch von Batterietyp, Gewicht, Zustand und Verpackung ab.

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Wo bekommen Schulen passende Batteriesammelboxen?​

Schulen müssen die Sammlung nicht selbst improvisieren: Sie können sich bei einem Batterierücknahmesystem als freiwillige Sammelstelle anmelden.

REBAT bietet die Teilnahme deutschlandweit an und nennt Schulen ausdrücklich als mögliche Sammelstellen. Laut Anbieter werden Sammelbehälter kostenlos bereitgestellt und gesammelte Batterien kostenlos abgeholt.

Informationen und Anmeldung bei REBAT

Auch GRS PRO Batterien nimmt Schulen als freiwillige Rücknahmestellen auf und stellt eine Erstausstattung mit Sammelboxen oder Fässern für Gerätebatterien bereit.

Informationen und Anmeldung bei GRS

Praxistipp: Vor der Anmeldung beim Schulträger nachfragen, ob bereits eine gemeinsame Entsorgung organisiert ist. Annahmebedingungen, Abholmengen und den Umgang mit größeren oder beschädigten Lithium-Akkus vorher mit dem Anbieter klären.

Quelle: Anbieterinformationen von REBAT und GRS PRO Batterien, geprüft am 03.11.2026.

Die 500-Gramm-Grenze ist keine Grenze zwischen „ungefährlich“ und „gefährlich“. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben des beauftragten Rücknahmesystems.

Wenn ein Akku heiß wird, zischt oder raucht​

Abstand halten, andere warnen und den Gefahrenbereich verlassen. Einen auffälligen Akku nicht durch das Schulgebäude tragen. Bei Rauch oder Brand: Alarm nach dem schulischen Notfallplan auslösen und 112 verständigen. Eigenschutz geht vor!

Wie ist die Batteriesammlung bei euch organisiert? Stehen Isolierband und eine kurze Anleitung direkt an der Abgabestelle bereit?

Quellen – geprüft am 03.11.2026:


 
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