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Langbeschreibung aus Sicht der Hausmeister

Schraubi

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Beim schnüffeln im Netz habe ich 2 interessante Sachen gefunden:

Mein neuer Klingelton fürs Diensthandy: Rhetorik für Hausmeister ;-)

Gefunden hier: http://www.ruediger-gerhardt.de/janitor/index.htm

[FONT=Times New Roman, Times, serif]' Langbeschreibung ' aus Sicht der Hausmeister[/FONT]​
Die obige Beschreibung kann nur einen groben Überblick vom Tätigkeitsfeld eines Schulhausmeisters vermitteln. In der heutigen Zeit beinhaltet dieser Job weit mehr als im grauem/blauem Kittel, mit Besen und Kehrblech bewaffnet durch Gebäude oder Gelände zu rasen und den Unrat einzusammeln. Vorbei die Zeiten des ' strengen Pedell ' bei dessen Erscheinen die Schüler zusammen zuckten und manch andere Zeitgenossen das Fürchten lernten. Eine sehr gute Internetseite über das Thema Schulhausmeister hat Kollege Harald Schlatterer erstellt. Mit seiner freundlichen Genehmigung darf ich ihn hier folgendermaßen zitieren:
" Was ist ein Schulhausmeister?
Wer in unseren Breiten aufgewachsen ist, hatte es gewiß mit ihm zu tun: Die Älteren erinnern sich an ihren Pedell, den Jüngeren ist der Schulhausmeister eher geläufig. Doch was für Menschen sind das eigentlich?
Ziemlich auf sich allein gestellt verdienen sie ihre Brötchen, betreuen millionenschwere Schulanlagen, zum Teil mit komplizierter Technik, und haben täglichen Umgang mit vielen jüngeren und älteren Bürgerinnen und Bürgern, die diese Gebäude und Anlagen nutzen, meist ohne die geringste Kenntnis der Aufgabenfelder und der Arbeitszeiten der Kollegen. Ist der Schulhausmeister mal nicht zu finden, so ist er schnell als faul und nutzlos abgestempelt, weil es sich viel einfacher schimpfen läßt, als Ursachen zu ergründen, wie zum Beispiel dem Rotstift zum Opfer gefallene Arbeitszeiten, Überstundenabbau und vieles andere mehr. Sind diese Schulhausmeister wirklich die "Kleinen Könige" oder Respektspersonen, die so besonders herrlich schimpfen können? - Nein - mag auch manche politische Lokalgröße unangenehm berührt sein, wenn ein Kollege bei Parteiabenden auf die fortgeschrittene Zeit aufmerksam macht und das Ende der Veranstaltung anmahnt. Ist er deshalb parteienfeindlich oder - neudeutsch - politikverdrossen? Oder schadet der Schulhausmeister dem Sport, wenn er darauf drängt, daß die Nutzungsbestimmungen für Sportanlagen und Turnhallen eingehalten werden - letztlich im Interesse der Allgemeinheit? Oder ist dem Schulhausmeister Borniertheit oder gar Bürgerfeindlichkeit vorzuwerfen, wenn er kurz vor Dienstschluß – wenn andere längst Feierabend haben - Elternvertreter immer wieder aufs neue bitten muß, die Elternversammlung zur vorgesehenen Zeit zu beenden? Seine Freizeit ist schließlich nicht so reichlich bemessen, daß es unverschämt wäre, über sie selbst verfügen zu wollen. Oder wird er etwa schon zum Kinderschreck, wenn er versucht, überschäumende kindliche Lebensfreude oder lausbübisch ausgeklügelte kleine Bosheiten der Schülerinnen und Schüler mit etwas stärkerer Stimme als dem Umgangston einzudämmen? Zwar gehört die Pädagogik nicht zu den studierten Fähigkeiten des Schulhausmeisters, doch lehrt die Erfahrung: Nicht wenige Lehrer und auch Eltern atmen hörbar auf, wenn er wieder einmal unüberhörbar wurde. Aus all diesen Beispielen läßt sich ableiten, dass Schulhausmeister sich in einem Spannungsfeld unterschiedlichster Interessen bewegen. Mancher Konflikt scheint geradezu vorgezeichnet. Dann jeweils im richtigen Augenblick das Richtige zu tun, den angemessenen Ton zu treffen, dabei im Einklang mit den Vorschriften zu handeln, wie es von einem Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zwingend verlangt wird, das ist zuweilen schon schwierig. Besonders dann, wenn der politische Wille wieder einmal von allen vorgeschriebenen Wegen abweicht ( Visionen heißt so etwas im Fachjargon ).
In Grenzsituationen ist eben nur selten ein Vorgesetzter erreichbar. Da ist der einzelne auf sich selbst gestellt, kann vielleicht den Rat und die Hilfe von Kollegen einholen, die ähnliche Konflikte schon einmal gemeistert haben. Wenn nicht, muß er oftmals einsame Entscheidungen treffen. Spontan, ohne Vorbesprechungen, ohne Konferenzen, ohne Rückversicherung, ohne fachspezifischen Rat und immer unter dem Druck der momentanen Situation.
 
Sehr treffend beschrieben. Ich muss das wohl mal meinen Kollegen und einigen L zeigen.
Nur den Klingelton hab ich unter dem Link nicht gefunden.
 
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